
Das Baunscheidt-Verfahren
Beschreibung des Verfahrens
Wo immer die Natur einen Schmerz erzeugt, har sie schädliche Stoffe angehäuft und versucht sie zu entleeren, und wenn sie das nicht selber fertig bringt, so muss der Behandler eine künstliche Öffnung schaffen durch Schröpfen, Blutegelbehandlung, Cantharidenpflaster, Aderlaß und eben durch Baunscheidtieren. Mit den Schlacken verschwindet der Schmerz.
Mit einem feinen, sterilen Nadelgerät stichelt der Behandler die Haut des Patienten oberflächlich an. Anschließend wird die so für kurze Zeit eröffnete Haut mit einem speziell für diese Anwendung entwickelten Öl eingerieben. Diese Therapiekombination erzeugt nach wenigen Minuten eine Hautrötung mit Bläschenbildung, so als wäre man in die Brennnesseln gefallen. Vom Patienten selbst wird zunächst ein Jucken empfunden, welches sich später in ein angenehmes Wärmegefühl wandelt. Die Hautreaktion verschwindet von selbst nach kurzer Zeit.
Anwendungsgebiete
Direkte Einwirkung auf Sehnen-, Muskel- und Gelenkerkrankungen verschiedenster Art. Indirekte Einwirkung auf funktionelle Störungen innerer Organe über die Reflexzonen der Haut unter Nutzung des Reflexbogens von der Haut zu den inneren Organen. Allgemein bewirkt das Baunscheidtieren eine Verbesserung des Lymphflusses und eine kräftige Anregung der Entgiftung über die Haut, besonders geeignet bei muskulären Verspannungen und Arthrose.








